Für die Ausstellung „10 im Quadrat“ habe ich auf die Gesichter und Körper von 10 Künstlern Muster und Formen, mit Hilfe eines Beamers projiziert. Zum einen entsteht dadurch eine sehr interessante Optik aus dem Zusammenspiel des Ausdruckes der Person und des farbigen Lichtes, welches sich auf der Oberfläche der Haut zeigt. Zum anderen kann man die Projektion auch in psychologischer Hinsicht betrachten und die Tatsache wahrnehmen, dass ich Etwas auf Jemanden „projiziere“ und somit etwas aus dem Inneren visualisieren kann.

Die Art der Muster habe ich meist mit den Künstlern zusammen ausgearbeitet und nach eigenen, individuellen Themen der Personen passend ausgewählt. Gibt es zum Beispiel einen Bereich im Inneren des Menschen, welcher er nicht gerne zeigt, mit dem er viel zu kämpfen hat oder welchen er sogar gerne zur Schau stellt, überträgt man dieses Thema auf ein abstraktes Muster. So hat jedes Bild eine sehr persönliche Note. Zum Beispiel habe ich einer Schauspielerin eine Schlangenhaut auf ihre Haut projiziert. Dies zeigt ihr eigenes Thema in Rollen zu schlüpfen und „die Haut zu wechseln“ und zum anderen das Hineinversetzen in böse oder komplizierte Charakter, welches eine besondere Faszination auf sie ausübt.